1831 im Schloss Hugenpoet: Danke, Dominik
Zum 15. Oktober hat das 1831 im Schlosshotel Hugenpoet geschlossen. Vier Jahre, viele Menüs und ein dickes Dankeschön an Dominik Schab und sein Team.

Zum 15. Oktober hat das 1831 im Schlosshotel Hugenpoet in Essen-Kettwig geschlossen. Ich habe mich hier über viele Jahre super wohlgefühlt, und deshalb gehört an diese Stelle ein richtiges Dankeschön.
Für mich als Gerresheimer war der Weg nach Kettwig fast ein Katzensprung. Ein paar Landstraßen, Wälder und Wiesen, dann durchs Tor, und du bist in einer anderen Welt. Angefangen hat es im April 2022, kurz nach der Eröffnung im Wintergarten des Schlosses, mit einem Lunch: Tatar vom Jungbullen mit Beef Tea, Jakobsmuschel mit Blumenkohl und Yuzu, Presa vom Iberico-Schwein. Seitdem habe ich Menü um Menü fotografiert. Borschtsch mit Prunier Caviar im Dezember 2022, Steinbutt mit Schwarzwurzel und Mandarine, der Hummer Hot Dog mit Teriyaki und Apfel-Kimchi, Stubenküken mit Morchel und Mole, zuletzt Taube mit Grünkohl und Kirsche. Wenn ich heute durch mein Archiv scrolle, sehe ich ziemlich genau, wie Dominiks Küche von Jahr zu Jahr klarer geworden ist.
Was die meisten Gäste nie zu sehen bekommen: Das 1831 lief nie für sich allein. Drumherum lief das ganze Hotel mit Bistro in der Remise, Catering, Room Service und allem, was in so einem Schloss sonst noch anfällt. Und mittendrin hat Dominik Schab mit einem winzig kleinen Team, Pascal und Timo, Fine Dining auf einem Niveau gekocht, das du in so einem Betrieb erst mal hinbekommen musst. Ich war bei vielen Menüs und Events dabei und habe gesehen, was hinten dafür gestemmt wird. Lieber Dominik, du hast hier einen richtig geilen Job gemacht.
Dazu kamen die Abende, an denen das Schloss richtig voll war: die Küchenparty, die Hugenpoet und das Hannappel gemeinsam auf die Beine gestellt haben, der 6-Hands-Lunch mit Pierre Beckerling vom SchwarzGold und Thies Henkel vom Tante Anna, die SeaFoodie Tour mit der Obsiblue Garnele. Und über Dominik habe ich Stefan Mühlenbäumer von der Naturbackstube Kreis kennengelernt, dessen Sauerteigbrot bis zuletzt bei der Brotzeit auf dem Tisch lag.
Zum Abschied gab es noch ein Menü voller Kindheitserinnerungen: Toast Hawaii, Spaghetti Carbonara mit Oktopus, Schlemmerfilet Bordelaise, Banana Split und ganz am Ende Cornflakes mit Milch.
Lieber Dominik, lieber Pascal, lieber Timo: danke für unzählige genussvolle Stunden. Es war mir eine Ehre. Das Bistro in der Remise bleibt übrigens geöffnet.