Fleher Hof schließt zum Jahresende: Zehn Jahre großartige Küche im Düsseldorfer Südwesten
Melanie Lorbach und Dennis Schürmann schließen ihren Fleher Hof zum Jahresende 2026. Mein Dankeschön an zwei Menschen, bei denen ich zehn Jahre lang Gast war und hinter die Kulissen blicken durfte.

Jetzt ist es offiziell: Zum Jahresende 2026 schließen Melanie Lorbach und Dennis Schürmann ihren Fleher Hof. Zehn Jahre lang haben die beiden aus dem roten Backsteinhaus in Flehe, am südwestlichen Stadtrand von Düsseldorf, eine meiner liebsten Adressen gemacht, und von der Ausgabe 2018 bis zur Ausgabe 2026 fehlte ihr Haus in keiner Ausgabe meines Magazins.
Ich wohne in Gerresheim, genau am anderen Ende der Stadt, und bin trotzdem immer wieder zu den beiden rübergefahren. Für die Froschschenkel, die ich so gut wie jedes Mal bestellt habe, für das Wiener Schnitzel aus dem Butterschmalz, für die Gans im November und für alles, was Dennis sich für die Saison gerade ausgedacht hatte. „Gabel rein, glücklich sein“ habe ich seine Küche einmal genannt, halb rheinisch, halb französische Brasserie. Und zu jedem dieser Abende gehörte Melanie, die den Service und ihre Weinkarte mit einer Wärme geführt hat, die man nicht spielen kann.
Am meisten bedeutet mir an diesen zehn Jahren aber etwas anderes. Ich war nicht nur ganz oft bei den beiden zu Gast, ich hatte auch das große Vergnügen, immer wieder hinter die Kulissen blicken zu dürfen. Mit Dennis habe ich über die Jahre richtig viele Shootings gemacht, und wir hatten dabei immer einen tollen Austausch. Der ist auch in der Corona-Zeit nie abgerissen: Die Restaurants waren geschlossen, und wir haben trotzdem immer wieder miteinander gesprochen. Zwei Momente von vielen sind mir besonders geblieben: der März 2022, als Dennis ein Reiseziel meiner SeaFoodie Tour war, und der November 2020, als er an meinem mobilen Take-away-ChefsTable stand und die Gans im Ganzen für uns tranchiert hat. So etwas vergisst man nicht.
Liebe Melanie, lieber Dennis: ein dickes, fettes Dankeschön. Für zehn Jahre großartige Küche, für jeden Abend bei euch, für jedes Shooting und für jedes Gespräch. Für alles, was jetzt kommt, wünsche ich euch und eurer kleinen Maus von Herzen nur das Beste.
Man sieht sich immer zweimal im Leben, heißt es. Bei uns stimmt das hinten und vorne nicht, wir haben uns bestimmt schon 100 Mal gesehen. Und ich freue mich aufs 101. Mal.
Und du hast bis zum Jahresende noch Zeit: reservieren, hinfahren, Froschschenkel bestellen.